Donnerstag, 29. April 2010
Es ist so weit: dieses Blog wird zum Archiv
Dienstag, 27. April 2010
Schluß mit der Mehrfachpublikation
netzlogger.de wird also bald nur noch als Archiv dienen, es werden keine neuen Artikel hinzukommen. ulfklose.de wird mein eigentliches Blog sein und bleiben, mein Tumblelog unter ulfklose.name werde ich eher früher als später unter tumblelog.ulfklose.de oder so einrichten. Das Ding kennt eh keiner, also macht der Umzug nichts ;-). Wieso das Ganze? Und wieso ich darüber schreibe? Posterous ist schon ne geile Sau, weil man mit deren Hilfe ganz einfach Inhalte in die verschiedenen Social-Network-Plattformen streuen kann. Aber ganz optimal funktioniert das nicht immer. Fotos zu Flickr zu schicken ist suboptimal, zu viel nachträgliche Arbeit muss man vornehmen. Wenn Hyperlinks in Klammern stehen, kommen die erfahrungsgemäß falsch formatiert bei der Google-Blogging-Plattform Blogger an. Quellcodeschnipsel, die in Posterous toll aussehen, wirken bei Tumblr und Blogger komisch oder werden unleserlich. Twitter funktioniert zumeist tadellos und Delicious habe ich noch nicht ausprobiert. Alle weiteren, unterstützten und nicht erwähnten Dienste hat das gleiche Schicksal ereilt ;-). Der einzige Nachteil, den ich bei Posterous sehe sind die ziemlich begrenzten Formatierungsmöglichkeiten. Möchte ich bspw. einen Text mit einem Hyperlink hinterlegen, gucke ich doof aus der Wäsche, geht nämlich nicht. Klar, nachträglich, aber genau das möchte ich ja vermeiden. Perfekt ist der Dienst also nicht wirklich, aber für meine Zwecke ausreichend. Und dann ist da noch die eingangs erwähnte Geschichte mit dem Unique Content. Ich kopiere mich hier zwar selbst, Google sieht aber auch das nicht gern. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Tumblr ist toll zum Präsentieren von Bildern, Fotos, kurzen Textschnipseln und anderen Dingen, eignet sich aber kaum oder gar nicht für längere Texte (nomen est omen), Quellcodeschnipsel oder sonstigen ernsthaften Krams. Entsprechend wenig Inhalte sind in meinem Tumblelog zu finden. Außerdem machen die von Posterous automatisch publizierten Beiträge hier keinen Unterschied in der Präsentation, da pauschal einfach alles als Textpost hereinkommt. Wessen Schuld das ist, weiß ich nicht, ich schreibs einfach mal Posterous zu, auch, wenn ich hier jemandem unrecht tue. Blogger ist eigentlich ziemlich cool. Aber auch hier kommen von Posterous weitergeleitete Posts nicht immer so an, wie ich mir das wünsche, häufige Nacharbeit ist erforderlich. Ansonsten mag ich Blogger sehr gern, weil es sich einfach sehr gut zum Bloggen eignet und deutlich schneller als Posterous oder Tumblr ist. Tja, die Kette löst sich also auf. Da ich mittlerweile einige Follower bei Posterous habe, werde ich nicht, wie ich ursprünglich mal vor hatte, Posterous abschalten und durch Blogger ersetzen, sondern den Blogger-Blog unter www.netzlogger.de zum Archiv machen, gebloggt wird von meiner Seite ab sofort exklusiv in meinem Posterous-Account unter www.ulfklose.de. Der Tumblr-Blog unter www.ulfklose.name wird ab sofort mit Unique Content versorgt und innerhalb der nächsten Tage zu tumblelog.ulfklose.de umziehen. ulfklose.name ist danach leer, aber vielleicht finde ich ja noch einen nützlichen Einsatzzweck für diese Domain.
Montag, 26. April 2010
So wird die iTunes-Bibliothek aufgeräumt
Es wurde mal Zeit, meine iTunes-Bibliothek etwas auf Vordermann zu bringen. Zu viele leere Cover von importierten, weniger bekannten CDs, zerstückelte ID3-Tags aus sehr frühen (früher als 2002) Import-Sessions und was nicht noch so alles die iTunes-Bibliothek unansehnlich werden lässt. In diesem Atemzug hab ich auch gleich mal die Musik von meinem NAS runtergesammelt und in die Mediathek einfliessen lassen. Ein ganz schönes Chaos mit den oben genannten Symptomen, Dubletten und anderem Gesocks war das Resultat.
Händisch aufzuräumen war quasi ausgeschlossen, meine Mediathek umfasst mittlerweile schlanke 6.800+ Objekte. Nicht ganz wenig, reicht für über 21 Tage Dauerbeschallung. Allein die Anzeige der Duplikate trieb mich in den Wahnsinn: etwa 1.000 Objekte sind angeblich doppelt vorhanden gewesen.
So, und nun zur Lösung dieser Probleme: es gibt ein paar nette Zusatzanwendungen für iTunes, die einem das Leben erheblich erleichtern. Ja, es mag sein, dass andere Media-Player solche Funktionen mitbringen, ist mir aber egal ;-). Ich nutze iTunes, weil es zuverlässig und (auf dem Mac) schnell ist.
Schon vor einer Weile kaufte ich die Anwendung Song Sergeant (http://www.lairware.com/songsergeant/), die, trotz ihrer eigenwilligen Oberfläche, sehr gute Arbeit leistet. Sie findet zuverlässig Duplikate, führt bei solchen Metadaten zusammen, erkennt ungleichmäßig geschriebene Interpretennamen, verwaiste Einträge und Dateileichen. Mit wenigen Mausklicks und ein paar Minuten Geduld waren diese Probleme allesamt aus der Welt geschafft. Natürlich sollte man immer kontrollieren, was die Anwendung dort als Duplikat oder ähnliches klassifiziert, bei mir waren die Angaben aber fehlerfrei. Einzig doof ist, dass bei Liedern, die bspw. in einem Album des Interpreten und dann vielleicht noch in einem Soundtrack vorkommen, der Song Sergeant auch der Meinung ist, dass es sich um ein Duplikat handelt. Zähneknirschend habe ich dann aber den Rat wahrgenommen, manche Lieder hatte ich gleich drei oder vier Mal in der Mediathek. Die Anwendung kostet gerade mal 20 US-$ (umgerechnet ca. 15,- €).
Jetzt ist da noch das Problem mit den fehlenden Covern oder unvollständigen Interpreten-, Alben- oder Titelnamenangaben. Hier springen zwei Programme aus dem Hause equinux (http://www.equinux.com/de/start/index.html) in die Bresche. CoverScout 3 habe ich vor einer Weile in einem Bundle erworben. Die Anwendung sucht einem recht komfortabel fehlende Cover heraus und fügt sie dem jeweiligen Album oder auch Einzelstück auf Klick hinzu. Schon mal nicht schlecht, nun habe ich deutlich weniger leere Cover in meiner Mediathek. Leider ist hier eine Menge Kontrolle vonnöten, da die programmintern gestartete Websuche nicht immer die richtigen Cover heraussucht. Aber immer noch deutlich besser, als diese Suche über den Browser zu machen, weil man sich die Eingabe des Suchbegriffs erspart. Kostenpunkt dieser Anwendung: 29,95 €.
Die zweite Anwendung, SongGenie 2, schickt sich an, die restlichen Probleme zu beheben. Und das funktioniert überraschend gut. Zwar auch nicht 100%ig zuverlässig, aber die Zeitersparnis ist hier noch größer als es schon bei der Verwendung von CoverScout der Fall ist. SongGenie wird als Shazam für iTunes beworben. Selbst vollständig ID3-Tag-lose Lieder mit merkwürdigen Dateinamen werden ziemlich zuverlässig erkannt. Die Anzahl der "kaputten" Einträge in meiner Mediathek habe ich von einigen Hundert auf unter ein Dutzend reduzieren können. Und bei denen weiß nicht einmal ich, welche Lieder das sein könnten :-D. Nach dem Start liest SongGenie die Mediathek ein und fängt schon mal an zu kategorisieren. Lieder mit defekten Titelinformationen werden separat aufgelistet. Bei mir waren das rund 700, jetzt sind es, wie gesagt, weniger als ein Dutzend. Die Informationen werden mehr oder weniger automatisch aus dem Internet geholt und zu den Liedern hinzugefügt. Neckischerweise beschränkt sich SongGenie hier nicht nur auf Titel-, Künstler- und Albennamen, sondern versucht auch gleich Songtexte für die Lieder zu finden und speichert diese in den Metainformationen der Dateien. Sehr cool. Nun habe ich für beinahe alle Lieder Liedtexte. Die Zuverlässigkeit liegt durchaus im grünen Bereich, auch wenn ich etwa zwei Stunden manuelle Nacharbeit investieren musste, da ulkigerweise bei Alben, die fast vollständig korrekt erkannt wurden, ein oder zwei Titel keine neuen Informationen bekommen haben. Eine zweite Erkennung behob dieses Problem aber größtenteils. Einige Alben wurden gar nicht erkannt, aber auch hier half eine neu angeschubste Analyse der Tracks. All diese Funktionalität bekommt man für recht günstige 24,95 €.
CoverScout rechne ich in meinen Endpreis nicht ein, da ich es als Bonus in einem Bundle erhalten habe, auf die Anwendung aber gar nicht mal so scharf war. Rechnet man trotzdem alle Einzelpreise auf, kommt man auf einen Endpreis von durchaus vertretbaren 70,- €. Für dieses Geld bekommt man drei Anwendungen, die einem selbst bei sehr großen Mediatheken unter die Arme greifen und für Ordnung in selbiger sorgen. Für alle drei Anwendungen kann ich nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen. Alle drei haben ihre kleinen Mängel, insgesamt tun sie aber das, was sie sollen und das auch ziemlich gut und ohne wenig Zutun des Nutzers. Trotz alledem erneut abschließend der Hinweis, dass alle drei Anwendungen nicht "intelligent" sind, also durchaus semantische Fehler machen können. Manchmal erfolgen also falsche Zuordnungen oder das "Mergen" von Tracks ist nicht das, was man möchte. Adlerauge, sei wachsam, dann kann auch nichts passieren. Ich bin mit dem neuen Zustand meiner Mediathek sehr zufrieden und bereue keinen Cent, den ich dafür ausgegeben habe. Der Zeitaufwand betrug rund fünf Stunden. Ohne die verwendeten Tools, davon abgesehen, dass ich das niemals gemacht hätte, wären es sicherlich 10 - 20 Mal so viele geworden.