Mittwoch, 25. Februar 2009

T-Offline?

Also dass dieser Laden noch nicht pleite ist, wundert mich mittlerweile wirklich. Ich war vorhin bei einem Kunden und wollte dessen nagelneues Nokia E63 mit seinen E-Mail-Accounts füttern. Neben seinen beiden Mailaccounts auf seiner eigenen Domain, die ich im integrierten Mailclient per IMAP4-Protokoll (SSL bzw. TLS für SMTP funktionieren tadellos) einrichtete, wollte er auch seine quasi obsolete T-Online-Mailadresse eingerichtet haben. Leichtes Spiel dachte ich. Nach ein wenig Recherche sah es leider so aus, dass die Basis-Mailaccounts, wenn man nicht gerade einen speziellen T-Online-Tarif besitzt, kein IMAP4 unterstützen, nur das veraltete POP3. War ihm aber egal, da da eh kaum E-Mails eintreffen. Also sollte das Konto per POP3 abgerufen werden. Leider wurde auch das nix, wir hatten die Rechnung wohl ohne T-Offline, äh, T-Online gemacht. Der magentafarbene Riese sieht nämlich für die Basisaccounts ausschließlich einen POP3-Abruf über den zugehörigen Internetanschluss vor. Ist man also unterwegs und versucht mit Handy oder Notebook an seine Mails zu kommen, funktioniert auch das nicht. Voraussetzung nämlich für all das (selbst für eine gesicherte Verbindung via TLS/SSL) ist ein E-Mail-Paket für schlappe 4,99 € im Monat. Dafür kriegt man bereits ein mittelschweres Webhosting-Paket mit vielen E-Mail-Adressen, ggf. noch mehr Speicherplatz und eigener Domain, was auf jeden Fall schicker aussieht als @t-online.de. Ich finde, dass es eine bodenlose Frechheit von T-Online ist, seine Kunden derart dreist abzuzocken. Gerade die unbedarfteren Nutzer kämen nämlich gar nicht auf die Idee, sich anderweitig umzuschauen und ähnliche Leistungen kostenlos bei Konkurrenten wie beispielsweise Google Mail erhalten zu können.

Schämt euch, T-Online, für (meines Erachtens nach) Selbstverständlichkeiten wie SSL-gesicherte Verbindungen und POP3-Abruf von überall aus Geld zu nehmen. Dass für IMAP-Support gern zusätzlich abkassiert wird, erlebe ich ja häufig, aber für einen POP3-Abruf von einem beliebigen Standort aus Geld zu verlangen, grenzt schon fast an Betrug.

Sonntag, 22. Februar 2009

Und noch mal Werbung

Soeben auf den Seiten von Paul Graham gefunden:
These horrible stickers are much like the intrusive ads popular on pre-Google search engines. They say to the customer: you are unimportant. We care about Intel and Microsoft, not you.

Wie recht er damit hat. Einer der Gründe, wieso ich mir kein PC-Notebook kaufen würde. Wozu muss denn auf einem Notebookgehäuse stehen, welcher Prozessor drin steckt, wie groß die Festplatte ist oder dass es in der Lage ist, Windows Vista "abzuspielen"? Gut auch, dass Microsoft für diesen Windows-Vista-capable-Quatsch welche aufs Dach bekommen hat.

Werbung kann auch cool sein

Tja, wenn es nicht um Werbebanner geht, scheint die kreative Werbeindustrie ja doch einiges auf dem Kasten zu haben. Dieses Video ist mir gerade in die Hände gefallen, wollte es euch nicht vorenthalten.

Von der Hässlichkeit von Werbung

Ich gebe es ja zu, ich bin Kapitalist, durch und durch. Und ich versuche auch mit einem Blog Geld zu verdienen. Auch wenn vielleicht nicht viel rüber kommen mag, auch Kleinvieh macht Mist, wie der Volksmund ja so schön sagt. Eigentlich steh ich ja eher auf grafische Werbung. Kleine, hübsche Banner, die stören niemanden und sehen attraktiver aus als Textboxen. Denkste. Leider hab ich nämlich die Rechnung ohne die schöpfenden Herren und Damen in den Werbeabteilungen der entsprechenden Unternehmen gemacht.

Um das Layout einer halbwegs modernen Website nicht zu zerstören, bleibt einem bei Google-AdSense-Werbung kaum mehr übrig, als auf reine Textanzeigen auszuweichen, da die grafischen Werbebanner teilweise wirklich augenkrebserzeugend sind. Schade eigentlich, wenn ich mir mal die Werbebanner des Spezialanbieters "The DECK" anschaue, sehe ich, dass es auch anders gehen kann. Über solche grafischen Banner würde ich mich freuen. Das hingegen, was Google im Repertoire hat, möchte beim besten Willen größtenteils niemand sehen. Ich persönlich würde auch nie auf eine solche Grafik klicken. Mag ja sein, dass ich da etwas überempfindlich bin, aber ich erwarte von allem, was ich so verwende einen gewissen optischen Reiz. Und wenn mich schon der Werbebanner einer Website anwidert, wie wird dann die Website aussehen? Da ich das dann gar nicht mehr wissen möchte, bleibt der Klick auf einen solchen Banner dann auch aus. Aber auch Unternehmen, die nicht im Google-AdSense-Programm vertreten sind, geben sich mit ihrer Werbung kaum Mühe, wie man beispielsweise an den Werbebannern dieses Unternehmens sehen kann. Die Dienstleistungen von denen sind echt Spitzenklasse, bin seit Jahren dort Kunde. Aber die Werbebanner (und somit leider auch die Website) gehen überhaupt gar nicht. '90er-Jahre-Design. Wieso lassen das so viele Unternehmen so schleifen? Man sieht ja an vielen Websites, dass es auch anders geht. Aber gerade im deutschsprachigen Raum scheint man die Importanz eines vernünftigen Designs vollständig vergessen zu haben.