Samstag, 7. Februar 2009

Grüner Apfel

Wie umweltschonend Apple-Rechner tatsächlich in Herstellung und Verwertung sind, vermag ich nicht zu sagen. In meinem persönlichen Falle aber ist der Mac wirklich ein sehr umweltfreundlicher Rechner. Wieso? Ganz einfach, im normalen Betrieb (Mail.app, Safari, iTunes, Adium, Skype, Twitterific, Apache und noch einige kleine Hintergrundhelfer) hat mein iMac 24" eine Leistungsaufnahme von unter 100 W. Die Displayhelligkeit ist dabei auf ein Minimum reduziert, was aber auch vollkommen ausreichend ist. Bei voller Helligkeit kann man die Deckenbeleuchtung zusätzlich getrost ausschalten ;-) An Hardware steckt in der Maschine ein mobiler Intel Core2Duo mit 2,4 GHz Takt, 4 GB SO-DDRII-RAM, eine ATI Radeon 2600 mit 256 MB und eine 320 GB große SATA-Desktop-Festplatte von Western Digital. Das Display hat eine Diagonale von 24" und macht eine Auflösung von 1.920*1.080 Pixel. All das nimmt weniger als 100 W, wie gesagt.

Außerdem, und das beobachte ich auch bei anderen Mac-Nutzern, aktiviere ich konsequent den Standby, wenn ich aus dem Haus gehe. Zu Windows-Zeiten habe ich die Maschine einfach angelassen, wenn ich für wenige Stunden das Haus verlassen musste. Ein weiterer, nicht außer acht zu lassender Einsparungsfaktor. Der Standby-Modus bei Macs funktioniert so unkompliziert, wie man es sich wünscht. Power-Taster drücken, Standby aktiv, Taste auf der Tastatur oder Maus bzw. erneut den Power-Taster drücken, Standby beendet. Im Standby verlangt der iMac gerade mal 0,8 W und somit unwesentlich mehr als im "ausgeschalteten" Zustand, da liegt die Energieaufnahme bei 0,5 W.

Ihr braucht Power, einen großen Bildschirm und wollt trotzdem Energie sparen? Dann habt ihr jetzt euer Traumsystem gefunden...

PS: Mein iMac ist die Modellreihe iMac7,1.

Freitag, 6. Februar 2009

Hauptsache meckern, hm?

Scheint ja eine der Lieblingsbeschäftigungen des Deutschen zu sein. Natürlich sollte man nicht alles kritiklos hinnehmen, aber immer nur meckern geht auch nicht.

So zum Beispiel in der aktuellen Ausgabe der ADACmotorwelt. Auf Seite 48 geht es um die Abwrackprämie. Dass der ADAC massiv Lobbyarbeit betreibt, wissen wir denke ich alle. Es geht schon gut in der Überschrift los:
Kfz-Steuer und Umweltprämie: Der ADAC begrüßt die Maßnahmen der Bundesregierung, hat aber auch Kritikpunkte

Zum einen kritisieren sie dann doch irgendwie das Modell der neuen Kfz-Steuer, da sie der Meinung sind, dass eine reine Besteuerung nach CO2-Ausstoss besser gewesen wäre als das derzeitige Mischmodell, das nach Hubraum und CO2-Ausstoss geht. Dann könne man besonders umweltfreundliche Fahrzeuge komplett von der Steuer befreien. Dass der Staat genau das nicht tun wird, war ja eigentlich zu erwarten. Und bei kleinen Fahrzeugen sind die Steuern nun auch nicht so hoch, dass das jemanden in die Armut treiben würde. Ein Smart fortwo beispielsweise kostet ganze 20,- € im Jahr. Aber auch die Unterbringung der Umweltprämie schmeckt dem ADAC erwartungsgemäß nicht. Wenn es nach dem ADAC ginge, würde die Prämie auch für Gebrauchtfahrzeuge ab Euro 3-Norm gezahlt werden sollen.

Was die Steuer angeht, denke ich, dass die Bundesregierung zur Abwechslung wirklich mal was richtig gemacht hat. 76,- € Steuern p.a. für einen Golf 1.4 TSI finde ich wirklich nicht unangemessen. Wenn man das mal auf den Monat runter bricht, sind das gerade mal 6,34 Euro. Dass eine Chrysler Viper mit 8,3 Litern Hubraum jetzt 904,- € im Jahr kosten soll, kann ich allerdings nur begrüßen.

Zur Zahlung der Umweltprämie: ich denke nicht, dass es sinnvoll wäre, die Prämie auch für ältere Fahrzeuge nach Euro 3 zu zahlen, da die dann wirklich binnen kürzester Zeit weg wäre. Es stehen "nur" 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung, das reicht für 600.000 Fahrzeuge. Derzeit sieht die Regelung vor, dass die Prämie nur beim Erwerb eines Neu- oder Jahreswagens ab Euro 4 beziehungsweise beim Abschluss eines Leasingvertrags gezahlt werden soll. Sinnvoll, wie ich finde...

Dass es dem ADAC nicht so langsam unangenehm wird, immer an allem rum meckern zu müssen, wundert mich wirklich. Ich finde dieses Programm wirklich gut, finde es nur schade, dass "nur" 1.500.000.000 € zur Verfügung gestellt werden. 600.000 Fahrzeuge sind recht schnell verkauft in einem Land mit über 80 Millionen Einwohnern. Offizielles Ende des Programms ist Ende diesen Jahres, ob das Geld bis dahin reichen wird, wage ich aber zu bezweifeln. Die aktuelle Anzahl der bisher eingegangen Anträge findet ihr im Übrigen hier. Nachdem mir gestern eine Freundin sagte, es seien schon 300.000 Fahrzeuge über dieses Programm verkauft worden, war ich natürlich erst mal geschockt. Die offiziellen Angaben sehen aber dezent anders aus, mit "Erscheinen" dieses Beitrags sind es gerade mal ungefähr 17.500.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Es funktioniert doch...

Wie häufig habe ich diesen Satz in meinem Leben schon gehört, wenn ich jemanden von den Vorzügen einer Neuentwicklung überzeugen wollte? Wieso sperren sich so viele Leute gegen Neuentwicklungen? Wovor haben die Angst? Oder, mein zweitplatzierter Favorit: "Wozu brauch ich denn das?".

Häufig bin ich derjenige, der Menschen in seiner näheren oder auch ferneren Umgebung von Neuentwicklungen überzeugt. So war ich der erste in meinem Freundeskreis mit einem Mac, mit einem Navigationssystem und auch der erste mit einer Spielekonsole. Egal, welche Anschaffung es war, von vielen hörte ich einen der bereits genannten Sätze. Bei den drei Sachen insbesondere den letzten. "Wozu kaufst du denn einen Mac? Die sind doch viel teurer. Und wozu überhaupt Mac OS? Windows funktioniert doch, man braucht doch nix anderes", oder "Kannst du keine Straßenkarten lesen? Wer braucht schon ein Navi?" oder aber auch "Eine Spielekonsole? Du hast doch einen PC. Außerdem kann man da die Spiele doch nicht (raub)kopieren."

Ja, mit genau solchen Äußerungen durfte (und darf ich immer noch) mich rumschlagen. Manche Menschen wollen einfach nicht vom Gewöhnten weg, wollen das "Althergebrachte" behalten. Es funktioniert doch, wieso denn sich an was neues wagen? Witzigerweise ist es dann zumeist so, dass gar nicht so lange Zeit später fast alle der Personen, von denen ich genau das habe hören dürfen, eben diese Sachen selbst gekauft haben.

Über ein Phänomen, was Benutzerschnittstellen angeht habe ich mir bereits hier ausgelassen, das möchte ich an dieser Stelle nicht wiederholen. Aber auch hier lautet das Hauptargument: Es funktioniert doch, wieso sollte ich denn was ändern? Tja, meine Antwort lautet dann zumeist: Weil es bestimmt noch besser geht. Das was funktioniert, muss nicht unbedingt auch das Beste sein, kein Prinzip der Welt sollte man jemals als perfekt ansehen. Verbesserungen werden immer, überall und jeden Tag erfunden. Wieso sollte man denn keinen Gebrauch davon machen? Wenn alle Menschen so denken würden, würden wir vermutlich noch mit Rauchzeichen kommunizieren und auf Pferden durch die Prärie reiten. Und nein, ich finde, dass das nicht übertrieben dargestellt ist. Wenn man nur bedenkt, welche Ängste die Menschen vor den "hohen" Geschwindigkeiten der ersten Eisenbahnen und Autos hatten... Eine ähnliche Angst scheinen viele Menschen vor technischen Neuerungen zu haben. Sogar Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit der Technik (in diesem Falle also Computern) verdienen, sträuben sich häufig davor, Neuerungen zu akzeptieren und auch zu nutzen. Egal, ob das nun neue Versionen von Redmondschen Betriebssystemen sind oder gänzlich neue Konzepte. Diese Marotte ist leider insbesondere in Deutschland besonders stark vertreten, hier ist man besonders skeptisch dem Neuen gegenüber. Konservativität rules. Vielleicht auch deswegen die vielen BILD-Leser...

Weiter geht es mit den vielen, vielen Trends und Entwicklungen im Web. Erwähnenswert finde ich da aus meiner Sicht insbesondere Twitter und Dropbox, auch wenn diese nicht wirklich brandneu sind, gehören sie dennoch zu einem aktuellen Trend, der sich im Web abzeichnet. Über Twitter sagen aktuell viele das, was vor wenigen Jahren noch über Blogs gesagt wurde: vollkommen nutzlos, sinnbefreit, überflüssig, eine reine Modeerscheinung. Dropbox nenne ich jetzt nur als ein Beispiel für einen generellen Trend: Onlinefestplatten. Man bucht Speicherplatz bei einem Anbieter im Internet. Der Vorteil? Ganz klar, ich kann von jedem (internetversorgten) Ort dieser Welt auf diese Daten zugreifen, ohne dass ich zuhause meinen Rechner laufen lassen muss. So kann ich Datenbestände zwischen mehreren Systemen synchron halten (dafür nutze ich es hauptsächlich), Daten meinen Freunden und Bekannten zur Verfügung stellen und sicherlich noch viele andere tolle Sachen machen, an die ich jetzt gerade nicht denke. Auch hier höre ich aber, genau wie bei Twitter, immer wieder die Frage: "Wozu brauche ich das?" Meine Antwort wäre dann in etwa: "Wozu du Twitter brauchst, kann ich dir auch nicht genau sagen. Eigentlich gar nicht. Es macht einfach Spaß, probier es aus. Wenn es dir nicht gefällt, dann hör wieder auf damit." Und zu Diensten wie Dropbox würde ich dann etwas in der Art sagen wie: "Es ist einfach praktisch. Ich erspare mir das Senden großer Datenmengen per E-Mail (wozu E-Mail auch nie gedacht war) und kann auf Daten plattform- und ortsunabhängig zugreifen. Reicht das?".

Ich beschäftige mich gerade mit dem GTD-Prinzip, einfach, um meine Zeit besser planen zu können und produktiver zu werden. Ich bin noch in der Lernphase, bin vom Prinzip aber echt begeistert. Auch da höre ich schon wieder von vielen die Unkenrufe, dass der Großteil doch logisch sei, man das ohnehin machen würde, und so weiter und so fort. Aber ich denke, dass ich die Entwicklung eines solchen Systems lieber dem Profi überlasse und nicht mein eigenes Süppchen koche. Auch wenn der Großteil davon vielleicht logisch ist und man da auch ohne ein solches System hätte drauf kommen können. Wird ja alles überbewertet. Natürlich. Aber wie es bei komplexen Systemen nun mal so ist: lässt man eine Komponente weg oder verändert sie auch nur geringfügig, zerbricht das gesamte System.

Mal ganz ehrlich: Wozu brauchen wir Dinge wie Klimaanlagen, Handys, Digitalkameras, Flachbildfernseher, Fernsehbild in HD-Auflösung, 8-Kanal-Sound, Videospiele, Sportwagen? Es ging doch früher auch ohne. Natürlich braucht man all diese Dinge nicht, aber sie erleichtern/verschönern das Leben doch.

Sportlich, sportlich

Ich versuch's wenigstens zu werden ;-) Derzeit sieht das Trainingsprogramm von Arne und mir so aus, dass wir ein Mal die Woche zum Badminton und zwei Mal die Woche zum Krafttraining gehen. Das macht wirklich mal wieder Spaß nach so langer, inaktiver Zeit. Insbesondere deswegen, weil man eben zu zweit hingeht, bin nicht der Typ fürs alleine-Sport-treiben. Also Danke an Arne dafür, dass er immer brav mit kommt und ich so den Elan und die Muße habe, auch regelmäßig hinzugehen. Ich merke auch, wie schnell es mir körperlich besser geht. Ich komme beispielsweise mit weniger Schlaf aus, ermüde nicht so schnell und meinem Rücken, der naturgemäß als Bildschirmarbeiter recht stark in Mitleidenschaft gezogen wird, geht es auch viel viel besser. Mein Auto ist ja nicht mehr das neueste (Opel Astra F, Baujahr 1996, 200.000 km), der Fahrersitz ist einfach durch. Wird also definitiv Zeit für einen Austausch des Gefährts, aber das ist ein anderes Thema :-)

Viel mehr wollte ich eigentlich auch nicht los werden. Ich kann auf jeden Fall jedem empfehlen, um die Winterlethargie zu bekämpfen, sich einfach ein wenig mehr zu bewegen. Die Belastungsfähigkeit steigt und nachdem man die anfängliche Faulheit überwunden und den sprichwörtlichen Schweinehund besiegt hat, macht es auch noch richtig Spaß. Und man fühlt sich wirklich besser. Sauna fehlt mir jetzt noch zum vollständigen Glück, darum werd ich mich auch noch kümmern. So lange noch Winter ist, macht das ja auch richtig Sinn. Und, ach ja, das Rauchen sollte ich der Vollständigkeit halber vielleicht noch aufgeben. Werde das Geld demnächst für etwas sinnvolleres brauchen... aber dazu zu einem gegebenen Zeitpunkt mehr.